Festival, Festival, Festival…und Sport?

SabrinaGarreFestival

Es ist eine Woche vor Pfingsten,  die Festival-Saison steht an und der ein oder andere freut sich sicher schon auf das heiß ersehnte Wochenende, an dem das Festival seiner Wahl stattfindet…

Nachdem ich mich schon echt lange gar nicht mehr mit dem Thema beschäftigt hatte, kam ich zufällig doch noch einmal dazu. Was ist passiert?

Das Chaospony und „Mein Festival-Tagebuch“

Der Chaospony Verlag hat vor nicht allzu langer Zeit ein ziemlich cooles Festival-Tagebuch herausgebracht. Die Beschreibung des Büchlein kann ich einfach nicht besser machen und da sie schon ein bisschen den Charakter des Tagebuchs zeigt, habe ich sie gleich mal bei Amazon geklaut:

Mein Festival-Tagebuch hält alles für dich fest – vom Einkaufszettel bei den allerersten Vorbereitungen über deine persönliche Packliste und Bandplanung bis hin zur Erinnerung daran, wer dir noch Geld schuldet. Es hilft bei der Suche nach dem perfekten Zeltplatz, merkt sich die Namen deiner Festivalbekanntschaften und bewahrt Fotos und Autogramme auf.  Mit einem Augenzwinkern begleitet dich das Büchlein auf ein Festival deiner Wahl und sucht sich hinterher einen Platz in deinem Bücherregal, um deine Erinnerungen an die tolle Zeit für dich festzuhalten. Lediglich beim Zeltauf- und Abbau ist es leider nicht behilflich.

Macht Sport auf Festivals Sinn?

Nachdem ich mich mit Sandra vom Chaospony Verlag vor einiger Zeit über das Festival-Tagebuch unterhalten hatte, habe ich mich gefragt, inwieweit Sport und Festivals überhaupt zusammen passen oder ob man während dieser Zeit besser nichts tut. Spontan würden viele sagen: „Ein Workout auf einem Festival – das passt doch überhaupt nicht!“. Mhm, ja! Ich glaube, das ist die normale Reaktion…

Aber fragen wir doch mal anders…“Warum denn nicht?“. Es gibt so viele Arten von Festivals *mittlerweile ja sogar Sport-Festivals* und belohnt man seinen Körper nicht eher durch Bewegung? Es muss natürlich die richtige Bewegung sein!

Als große Frau, die viele Jahre lang überhaupt keinen Sport gemacht und dafür umso mehr gearbeitet hat, hatte ich oft mit höllischen Kopfschmerzen zu kämpfen. Die Empfehlung: Wärme drauf und ab ins Bett schonen.  Wie schon auf meiner Über mich Seite beschrieben, musste ich mich irgendwann zwangsläufig mit Sport beschäftigen, um mich wohlzufühlen. So habe ich über die Zeit immer mehr über meinen Körper gelernt. Ich habe ihn besser gespürt und Zusammenhänge zwischen dem Training und meinem Wohlbefinden feststellen können. Ich habe gelernt, wie sich welches Training auf mich auswirkt und irgendwann waren sie wieder da: diese wahnsinnigen Kopfschmerzen. Aber dieses Mal war etwas anders…ich war anders und so habe ich mich zum allerersten Mal in diesem Zustand an Bewegung herangetraut und ein sanftes Yoga Workout gemacht. Und siehe da: Es hat mir gleich viel mehr gebracht als Wärme im Bett!

Was könnte man da machen?

Darum hat es mich furchtbar gefuchst! Also habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was wohl bei so ziemlich allen Festivals gleich sein wird. Aus meiner eigenen Festivalerfahrung: Ich war ungewohnt lange auf den Beinen und bin ungewohnt viel gelaufen, ich habe den ganzen Tag laute Musik gehört, mein Rücken ächzt beim Gedanken an die viel zu kurzen Nächte mit Schlafsack und Isomatte mit einem Stein im Kreuz (der findet sich immer!), es gab Dosenravioli und viel zu viele ungesunde Getränke, sodass mir am nächsten Tag gerne mal die Haare weh getan haben. Leider kann ich mein schönstes Festival-Erinnerungsfoto nicht mehr finden – wenn ich es noch irgendwie bekommen sollte, werde ich es auf jeden Fall posten 😀

Das mag jetzt natürlich nicht repräsentativ sein. Ich könnte mir aber vorstellen, dass einige Leute zumindest eines der Wehwehchen kennen oder sich ohnehin sportlich betätigen und sich die Zeit für das Heraussuchen sparen mögen. So habe ich zunächst Übungen herausgesucht, die die von mir definierten Anforderungen erfüllen:

  • Fokus: Mobilisierung und Dehnung der Wirbelsäule gegen Rückenschmerzen, Aktivierung des Kreislaufs und der inneren Organe (insbesondere der Leber) gegen Kopfschmerzen und zum Alkoholabbau
  • Ausführung im Stand auf zwei Beinen oder in Bodennähe (-> geringes Schwank-/Sturzpotential, da die Koordinations- und Reaktionsfähigkeit unter Alkoholeinfluss *auch Restalkohol* nachlässt und man zudem nicht ausschließen kann, dass doch irgendein lustiger Mensch in stark aloholisiertem Zustand irgendetwas ausprobieren möchte)
  • Einfache Übungen, die möglichst jeder ausführen kann und die jeder so oder in abgewandelter Form kennt, um sie möglichst fehlerfrei durchführen zu können
  • Schonung des Kreislaufs durch langsame Übungen und tiefe Atemzüge als „Zeitgeber“

Ein Festival-Workout?

Aus dem daraus entstanden Set habe ich dann eine – aus meiner Sicht – hübsche Zusammenstellung aus hauptsächlich leichten Dehnübungen gezaubert, die den Körper ein klein wenig bei der Regeneration von „Festivalschäden“ unterstützen sollen. Sicherlich tun die Übungen ebenso gut, wenn sie im normalen Alltag gegen Kopf- und Rückenschmerzen und zur Stimulation der inneren Organe durchgeführt werden. 😉

Ich wollte alles auf möglichst ein, zwei Seiten packen – niemand will beim Sport viel rumblättern. So konnte ich also keine umfassende Beschreibung jeder Übung inklusive aller möglichen Fehler verfassen. War es trotzdem gut? Ein Test musste her! Der „glückliche“ Testkandidat war mein Partner, der überhaupt nichts von der ganzen Geschichte mitbekommen hatte. Übung für Übung wurde ihm ein Strichmännchen unter die Nase gehalten und der dazugehörige Text vorgelesen…und es war super! Die meisten Sachen kannte er zumindest vom Sehen und mit Bild inklusive Anleitung konnte er fast alles prima ausführen.

Dort wo Infos fehlten, wurden sie umgehend ergänzt. „Mein Festival-Workout“ war geboren.

Ja, aber…

Ein Workout auf einem Festival passt für mich mittlerweile ganz hervorragend. Es ist natürlich absolut wichtig, dass jeder auf sich selbst aufpasst! Trotzdem möchte ich schnell noch ein paar wichtige beachtenswerte Punkte erwähnen:

  • Körperliche Betätigung sollte nur nach einem (zumindest kleinen) Frühstück erfolgen. …und das Trinken nicht vergessen, am besten Wasser.
  • Wenn dein Körper angeschlagen ist, solltest du ihn schonend unterstützen und bitte nicht stark belasten.
  • Bei Schmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Ähnlichem bitte sofort mit der Übung aufhören bzw. gar nicht erst damit anfangen! Was sich nicht gut anfühlt, tut nicht gut.
  • Wer einen richtigen Kater hat, sollte von sportlicher Betätigung absehen. Der Fachbegriff für „Kater“ ist Alkoholintoxikation – man hat Symptome einer zumindest leichten Alkoholvergiftung und damit hat der Körper dann genug  zu tun.
  • Während allen Übungen das ATMEN nicht vergessen!
Eigentlich wollte ich noch so viel mehr davon erzählen und schon einmal etwas zeigen, aber dann geht der Post heute vermutlich auch nimmer online…
Da kommt aber auf jeden Fall noch was. Versprochen!  😉

 


Was denkst du? Passten Festivals und Workouts zusammen? Welche Erfahrungen hast du gemacht?

ACHTUNG: Bis Montag, den 29.05.2017 um 20.00 Uhr hast du die die Gelegenheit ein Exemplar des Festival-Tagebuchs auf der Chaospony-Seite zu gewinnen: HierGehtsLang



Foto & Bearbeitung: Nerd Hexe



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