Vorurteile gegen Yoga – und warum sie nicht wahr sind

SabrinaGarreYoga
Yoga ist kein richtiger Sport

Nein, Yoga ist eigentlich sogar noch viel mehr als „nur“ Sport – es ist eine Philosophie und wirkt auf Körper, Geist und Seele.

Trotzdem denken viele, dass Yoga unter sportlichen Gesichtspunkten nichts wert ist, weil es so einfach aussieht. Tatsächlich erfordert Yoga aber ein gewisses Maß an Koordination und beansprucht sogar tief liegende Muskeln, die wir bei anderen Sportarten nicht erreichen und die in unserem Alltag oft verkümmern. Man kann es eigentlich als Ganzkörperworkout bezeichnen, da man alle Muskeln trainiert und zusätzlich Herz und Lunge, das vegetative Nervensystem, den Hormonhaushalt und die Konzentrationsfähigkeit stärkt.

Yoga ist nur was für Frauen

Wie eben schon gesagt, kräftigt Yoga den gesamten Körper…und den haben auch Männer! Tatsächlich wurde Yoga sogar von Männern entwickelt und in Indien für eine lange Zeit nur von Männern an Männer weitergegeben.

Und wem das noch nicht männlich genug ist: Sogar die Fussballnationalmannschaft hat einen eigenen Yogatrainer und selbst Bodybuilder wissen inzwischen den Nutzen von Yoga zu schätzen, da es die Muskulatur dehnt, die sich beim „Pumpen“ auf Dauer verkürzt und damit die Beweglichkeit einschränkt.

Ich bin zu unbeweglich – beim Yoga muss man sich verbiegen können

Man muss nicht extrem beweglich sein, um Yoga zu machen. Man macht Yoga, um beweglicher zu werden.

Die Unbeweglichkeit kommt oft von verkürzten Muskeln, die entweder durch zu viel oder zu wenig Beanspruchung der Muskulatur entstehen. Yoga wirkt dem entgegen, da neben der Kräftigung auch eine Dehnung der Muskulatur vorgenommen wird. (Hier findest du weitere Informationen zu Ursachen, Folgen und Vorbeugemaßnahmen verkürzter Muskeln)

Ich blamiere mich dort

Nein, das tust du ganz sicher nicht! Im Yoga bleibt jeder auf seiner Matte – mit seinem Körper aber auch mit seiner Aufmerksamkeit. Jeder macht Yoga ganz allein für sich und aus eigener Erfahrung kann ich berichten: Beim Yoga hat jeder genug mit sich selbst zu tun und kommt gar nicht dazu, andere zu beobachten und / oder zu bewerten.

Ich bin zu gestresst

Wer zu gestresst für Yoga ist, der ist auch zu müde zum Schlafen und zu dreckig zum Duschen 😉

Yoga bringt Körper, Geist und Seele in Einklang und führt nachweislich zu einer Stressreduktion. Das Nervensystem wird durch Yoga beruhigt und man hat dadurch sogar einen besseren Schlaf. In einer Studie der Yale University konnten Patienten mit Bluthochdruck durch diese Stressreduktion ihre Werte in einen Normalbereich bringen und auf Medikamente verzichten.

Ich bin zu dick

Yoga hilft beim Abnehmen und stärkt den ganzen Körper. Zum einen erhöht sich durch den Muskelaufbau der Grundumsatz, sodass der Körper selbst im Ruhezustand mehr Kalorien verbrennt. (In meinem Beitrag „Hunger ist das Dienstmädchen des Genies“ findest du weitere Informationen zu Grundumsatz, Leistungsumsatz und Gesamtumsatz.) Zum anderen sorgt Yoga für einen gesunden Stoffwechsel und hilft gegen Atembeschwerden.

Ich bin zu alt

Für Yoga ist man nie zu alt! Yoga lindert viele Beschwerden und hält jung. Viele wissenschaftliche Studien belegen, dass Yoga z.B. Beschwerden wie Rückenschmerzen und Migräne nachhaltig lindern kann (Hier findest du einen Überblick wie und warum Yoga wirkt.)

Ich habe körperliche oder gesundheitliche Einschränkungen

Bei gesundheitlichen Einschränkungen sollte man immer zuerst mit dem behandelnden Arzt sprechen und sich von ihm das OK für Yoga geben lassen.

Nach der ärztlichen Abklärung solltest du mich auf deine Einschränkungen ansprechen, damit wir gemeinsam eine Lösung finden. In meiner Ausbildung zur Yogalehrerin wurde sehr viel Wert auf eine korrekte Ausführung der Asanas (Körperstellungen) gelegt. So wurde ich darauf geschult, auch bei körperlichen Einschränkungen Hilfestellung zu geben und entsprechende Hilfsmittel einzusetzen.

…und wenn dich das alles noch nicht überzeugt hat:
Yoga verbessert durch die Stimulation und verstärkte Durchblutung der Unterleibsorgane sogar das Sexualleben 😉

 


Foto: Nerd Hexe

Bearbeitung: Trash-Art by Dionisio Martena


 

2 thoughts on “Vorurteile gegen Yoga – und warum sie nicht wahr sind

  1. Claudia Liedtke says:

    Hallo Sabrina,
    ich bin die Mutter von Alesha. Sie hat mir erzählt, dass Du einen Yoga-Kurs anbieten möchtest, darum bin ich hier. Ich würde sehr gern wieder einen „richtigen“ Yoga-Kurs besuchen. Es wäre wirklich toll, wenn das klappen würde.
    Liebe Grüße
    Claudia

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